Sonntag, 20. März 2016

Jetzt könnte es so langsam Sommer werden

Erdbeerschnecke und ein kleines Tutorial zum Colorieren


Da es draußen eher grau in grau ist und die Sonne nur kurzzeitig hinter den Wolken hervorlugt, habe ich mir eben auf dem Basteltisch meinen eigenen Sommer gezaubert. 
Und was gehört zum Sommer dazu? Erdbeeren aus dem Garten ...

Das süße Erdbeerschneckchen von AEH- Design, welches ich von der lieben Silke L. bekommen habe (ein großes Danke nochmal an dich!), war genau richtig. 
Entstanden sind eine Karte und eine kleine Box mit der Schnecke und Erdbeeren.


 Hier noch mal die Karte ...

 ... und die Box, welche mit den Thinlits "Leckereien- Box" von SU entstanden ist.
Da ich letztens einige Anfragen zum Colorieren mit den Polychromos bekommen habe, habe ich gleich ein paar Fotos gemacht, als ich die Schnecke coloriert habe. Ich hoffe, ihr könnt es einigermaßen gut erkennen. Ich werde versuchen, die einzelnen Schritte zu erklären, so dass ihr es auch ausprobieren könnt. Es ist nicht so schwer, sondern es braucht nur etwas Übung.

Na dann mal los ...


Ihr benötigt ein Stempelkissen, welches nicht verwischt, wenn ihr mit dem Terpentinersatz arbeitet (z.B. Memento), Polychromos, Papierwischer, Terpentin (geruchsfrei aus dem Bastelbedarf) und natürlich einen Stempel mit dem gewünschten Motiv.


Das ist der Stempelabdruck, den ich heute colorieren möchte. Die süße Erdbeerschnecke ist aus dem Shop von AEH- Design.
Wir fangen mit dem Körper der Schnecke an. Ihr überlegt Euch, von welcher Seite das Licht kommt - bei mir ist es die linke Seite (ob das dann immer sooo perfekt passt, weiß ich auch nicht, aber als Richtlinie suche ich mir immer eine Seite aus, auf der dann der Schatten liegt).
Ich hoffe, ihr könnt es erkennen. Den Körper habe ich mit Fleischfarbe hell (132) dünn gemalt. Auf der linken Seite, dort wo es ganz hell sein soll bleibt es erstmal weiß.
Dann an der rechten Seite die dunkleren Anteile setzen - Zimtbraun (189).
Jetzt arbeite ich mich mit der dunkelsten Farben (Venezianischrot 190) den Schatten heraus.
Mit den beiden helleren Hautfarben (Fleischfarbe hell und Zimtbraun) vermale ich mit kreisenden Bewegungen die einzelnen Farben, so dass ein schöner Farbverlauf entsteht. 
Mit Elfenbein (103) werden nun die weißen Stellen coloriert, um so einen Überang in die helle Fleischfarbe zu erreichen.
Mit dem schwarzen Stift (199) habe ich am rechten Rand kleine dunkle Stellen gemalt, dort, wo kein Licht ist.
Und das Schwarz wird mit Zimtbraun und Venezianischrot vermalt. Dann werden die Linien weicher und der Kontrast ist nicht zu hart. Alle Übergänge mit der hellen Fleischfarbe vermalen.
Jetzt kommt die Erdbeere, das Schneckenhaus dran. Dazu habe ich 3 verschiedene Rottöne verwendet.
Das Schneckenhaus wieder mit der hellsten Farbe (Geraniumrot hell 121) colorieren. Der höchste Punkt bleibt erstmal wieder weiß, dort, wo das Licht einfällt.
Von außen nach innen mit dem mittleren Rotton (Kadmiumrot mittel 217) abdunkeln.
Und ganz außen das dunkelste Rot ansetzen (Dunkelrot 225).
Die einzelnen Farbschichten mit dem hellsten und mittelsten Rot und kreisenden Bewegungen vermalen, so dass auch hier wieder weiche Übergänge entstehen.
Die helle Stelle in der Mitte wieder mit dem Elfenbein nach außen vermalen.
Hier habe ich die dunkelsten Stellen mit Walnußbraun (177) gesetzt und mit den verschiedenen Rottönen vermalt. Ihr müßt nur darauf achten, dass die Übergänge weich sind und ihr die verschiedenen Farbschichten gut vermalt.
Fertig ist die Erdbeere.
Es geht mit den günen Blättern weiter. Mit dem hellsten Grün (Lichtgrün 171) alle Teile colorieren.
Den nächsten, mittleren Grünton (Maigrün 170) wieder dazu nutzen, dunklere Akzente zu setzen.
Mit dem dunkelsten Ton (Phthalatgrün 264) an den Rändern die dunklen Schatten setzen. Diese könnt ihr auch wieder mit Walnußbraun verstärken und dann mit dem mittleren, bzw. hellsten Grün die Übergänge vermalen.
Jetzt noch die kleine Blüte. Der Punkt ist mit Kadmiumgelb (107) und Chromgelb dunkel (109) coloriert. Einfach zwei verschiedene Töne miteinander vermalen, damit es lebendiger wird.
Mit Karmin Rose`(124) habe ich die weißen Blütenblätter in der Mitte coloriert. Einfach kleine Striche setzen und diese dann mit dem Elfenbein vermalen.
Wer möchte kann die Farben jetzt mit Terpentin und Papierwischer vermalen. Zum einen kommen hierbei die Farben etwas kräftiger hervor und sie leuchten und Strukturen, die beim Colorieren mit den Stiften entstehen, werden glatt (d.h. kleinere Striche vom Stift). Wer die Farbschichten und Farbverläufe mit den Kreisbewegungen gut coloriert bekommt, muss auch nicht unbedingt mit Terpentin ran.
Achtet bitte darauf, für jeden Farbton einen eigenen Papierwischer zu benutzen und auch hier von hell nach dunkel zu arbeiten (mit kleinen kreisenden Bewegungen). 

Ich hoffe, der Eine oder Andere wagt sich jetzt ans colorieren. Wie gesagt, es ist nicht schwer und Übung macht bekanntlich den Meister.

Wenn ihr Fragen habt, meldet Euch.

Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Seid lieb gegrüßt und bis bald.


Jana



















































Sonntag, 13. März 2016

Ostern ist nicht mehr weit

Osterkörbchen und Hasenverpackungen

Die Grippewelle hat auch mich erreicht und ist leider noch nicht wieder auf dem Rückzug.
Trotzdem brauchte ich am Wochenende etwas Abwechslung neben schlafen, lesen und Tee trinken ...

Zuerst wollte ich unbedingt die Hasenverpackung mit der Pommesbox von SU (gesehen bei Melanie ) nachbasteln. Ein paar kleine Veränderungen habe ich für mich gemacht, so zum Beispiel ist die Nase auch aus dem kleinen Herz, steht aber nicht Kopf, die Wangen habe ich aus einem Oval gemacht und mein Hase brauchte unbeding Barthaare. Dazu musste ein Handbesen leider ein paar Borsten lassen. 
Zu Ostern werden dann noch ein paar Schokoeier in die Verpackung wandern.

Danach habe ich mich im www auf die Suche nach Osterkörbchen begeben. Ich bin auch reichlich fündig geworden.
Entstanden sind 3 Körbchen, welche gleich aufgebaut sind. Die beiden größeren habe ich bei Steffi von der Stempelwiese entdeckt und das Mini- Körbchen ist von Nadine . Diese 3 Körbchen brauchen noch etwas Deko, aber dann sind sie bereit, vom Osterhasen versteckt zu werden.

Weiter geht ist mit verschiedenen Körbchen- Varianten, die mit dem Envelope- Punchboard entstanden sind.
Quadratisch und rechteckig in verschiedenen Formen und Farben. Benutzt habe ich hier mein restliches Designpapier der alten In- Colors von SU (für mich einfach schöne Frühlingsfarben).
Am besten gefiel mir das Körbchen von Nadine Köller . Doch irgendwie bin ich mit dem Zusammenkleben der Ecken bei ihrer Anleitung nicht so richtig klar gekommen und habe mir überlegt, das muss doch auch anders gehen. 

Gesagt, getan ... 

Entstanden sind gleich mehrere Osterkörbchen und ich habe für Euch gleich eine Anleitung dazu geschrieben. 

Und los geht´s ...
Ihr benötigt:
- Envelope- Punchboard
- Lochwerkzeug (Crop- a- dile)
- Schere, Falzbein
- Designpapier oder Cardstock 6" x 6"
- ein Streifen Designpapier oder Cardtock 6" x 1/2"
- 2 Brads
- Doppelseitiges Klebeband oder Flüssigkleber 

Zuerst legt Ihr das Papier (6" x 6") bei 1 1/2" an, falzt und stanzt.
 Dann bei 3" und ...
 ... bei 4".
Dann das Papier um 90° gegen den Uhrzeigersinn drehen und jeweils an alle 3 Falzlinien anlegen, stanzen und falzen.
 Jetzt sieht das Papier so aus.
 Dann alle 4 spitzen Ecken abrunden.
Alle Kanten falzen. Die beiden inneren nach innen und ...


 ... die äußerste Kante nach außen.
Das wiederholt Ihr an allen 4 Seiten.
Jetzt werden die Ecken eingeschnitten.




Die nun entstandenen Quadrate könnt Ihr jetzt falten, dann wird das zusammenkleben etwas einfacher. Hier reicht es, das Papier mit den Fingern zusammen zu drücken.

 
An den grünen Pfeilen seht ihr nochmal, wo ihr falten müsst.

Jetzt werden die Laschen geschnitten, mit denen das Körbchen dann zusammen geklebt wird.
Dazu schneidet ihr die markierten Teile ab (blaue Pfeile).
 So sieht Euer Papier dann aus.
Jetzt wird das Papier auf die Rückseite gedreht, d.h. die Innenseite schaut nach oben.
Auf den Quadraten bringt ihr jetzt doppelseitiges Klebeband an (ihr könnt auch beim Zusammenkleben Flüssigkleber verwenden - das braucht dann aber etwas länger).
Jetzt werden die Laschen (Dreiecke) nach innen an die Quadrate geklebt. Da ihr die Quadrate schon vorgefalzt habt, seht ihr genau, wie ihr die Laschen ankleben müsst.
Das macht ihr jetzt mit allen 4 Ecken und fertig ist die Grundform des Körbchens.


Jetzt klebt ihr 2 gegenüber liegende Seiten (überstehende Ecken) mit doppelseitigem Klebeband außen an das Körbchen an.

Für den Henkel braucht ihr den Papierstreifen (6" x 1/2").
Dieser wird an beiden Enden mittig gelocht. An den beiden Seiten des Körbchens (die beiden, die nicht angeklebt sind) wird ebenfalls gelocht.
Mit den Brads wird der Henkel innen am Körbchen befestigt.
Fertig ist ein süßes kleines Osterkörbchen, welches ich noch etwas dekoriert habe.
Ich hoffe, Euch gefällt das Körbchen genau so gut wie mir.
Viel Spaß beim nachbasteln.

Ich werde mich jetzt wieder mit Erkältungstee auf die Couch begeben.
Einen schönen Rest- Sonntag wünsche ich Euch und bleibt schön gesund.

Bis bald.

Jana